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'EXIL ist der unfreiwillige Verlust sprachlicher, sozialer und kultureller Wurzeln für eine typischerweise unabsehbar lange Zeit.'
(wikipedia.de)
Sieben Jahre im EXIL? Da würde der Dalai Lama drüber lachen... Als wir Ende 2002 aus unserer Heimat, der OUTPOST in der Königsallee 243 'vertrieben' wurden, war uns dagegen überhaupt nicht zum Lachen: DIE alternative Rocklocation in Südniedersachsen, die Musikfans nicht nur aus der Region, sondern zum Teil weit darüber hinaus angezogen hatte, war nicht mehr.
Vorbei, die Dienstage, an denen die Schlange junger Menschen sich über die komplette Länge des Parkplatzes erstreckte, vorbei die Zeiten, in denen Studenten ihre Vorlesungen nicht auf Mittwoch vormittag legten und Schüler des gesamten Landkreises kotzten, wenn mittwochs Klausuren geschrieben werden sollten...
Vorbei die Wochenenden, an denen manch einer in der OUTPOST wohnte! Schluß mit dem Mikrokosmos einer (Jugend-)Kultur, in dem gefeiert, getanzt, gelacht, geweint, getrunken und gegessen wurde - in dem sich manche für's Leben fanden und andere für immer auseinander gingen.
Konzerte von Fury In The Slaughterhouse, Saxon, The Stranglers, Doro Pesch, Rammstein, Anne Clark, Clawfinger, The Bates, Tocotronic, UK Subs, Tito & Tarantula, Deine Lakaien, Black Sabbath, Bloodhound Gang, Extrabreit, New Model Army, Subway To Sally, Die Happy, Sportfreunde Stiller, Seeed, JBO, Ash und Rose Tattoo, wo würde man die in Göttingen jetzt sehen? Und wo würden sich die zahlreichen Bands aus der Stadt und dem Umland die ersten Lorbeeren verdienen, immer in der Hoffnung, den gleichen Weg zu gehen wie die Guano Apes? Das Schicksal wollte es, daß eine andere Göttinger Legende, das KAIRO in der Prinzenstraße, nur einen Monat später seine Pforten schloß. Und so kam es, daß wir mit einem Teil von Sack und Pack und dem Traum vom Rock'n'Roll in den Herzen nur einen Monat nach dem Ende der 'Post' ins EXIL gingen...
Nun sind die ersten sechs Jahre einer unabsehbar langen Zeit vorbei. Sechs Jahre, in denen wir den SPIRIT OF OUTPOST im EXIL gelebt haben: Gerockt bis zum Umfallen unter Beibehaltung der sozialen und kulturellen, aber manchmal bis zum Verlust der sprachlichen Wurzeln!
Zeit, all jenen zu danken, die seit 1980 in der alten OUTPOST in Vogelbeck oder seit 1989 in der Post in der Königsallee waren und mit uns ins EXIL gingen und jenen, die nie in der OUTPOST waren, weil sie noch in den Windeln lagen und die alle im EXIL den Traum mit uns zusammen weiterträumen. Dank den besten Gästen, die man sich wünschen kann, unseren Geschäftspartnern und Freunden, Bands und Agenturen - wir wären nichts ohne Euch!
Last thing I remember, I was Running for the door I had to find the passage back To the place I was before 'Relax', said the night man, We are programmed to receive. You can checkout any time you like, But you can never leave!
(The Eagles - Hotel California)
Wir freuen uns auf Euch!
Eure OUTPOSTler im EXIL
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